Mein neuer grüner Weg in die Arbeit

Und der Weg wieder heim:

Video

Servus, Anni!

Eine Tür geht zu, zwei neue Türen gehen auf.

Ich werde sie immer in meinem Herzen tragen.

<3

Iggy Pop – The Passenger (Train to Wannsee)

Letztens war ich mal wieder unterwegs und hatte Zeit: Zeit um DIE ZEIT zu lesen ;-) Und da fand ich folgende interessante Erkenntnis:

Iggy Pops größter Hit ist ja eine Hymne auf die Berliner S-Bahn. Jim hat fast jeden Tag einen Ausflug mit der S-Bahn gemacht. Die Fahrten haben ihn zu dem Song inspiriert, insbesondere die Strecke raus zum Wannsee.

The Passenger … Iggy Pops größter Hit… ist ja eine Hymne auf die Berliner S-Bahn. Jim hat fast jeden Tag einen Ausflug mit der S-Bahn gemacht. Die Fahrten haben ihn zu dem Song inspiriert, insbesondere die Strecke raus zum Wannsee.

Aha! Sowas! Und das, wo ich doch seit über einem Jahr fast täglich diese Strecke nach Wannsee zurücklege. An anderer Stelle stand auch noch, dass Iggy Pop in Schöneberg gewohnt hat. Also muss er eigentlich auch die S1 genutzt haben.

Morgens, mittags und abends pünktlich mit der Berliner S-Bahn

Morgens, mittags und abends …pünktlich mit der Berliner S-Bahn

Und warum habe ich den Song eigentlich nicht in meinem Songrepertoire??? Naja, das kann man ja ändern…

Und Musik mag er auch

Hintergründe zu Creeper Cards

Creeper Cards

Creeper Cards für den 29c3

Bitte lies erst Creeper Cards, damit du weißt worums geht.

Frau lernt ja nie aus. Anscheinend war es tatsächlich eine Flauscheria-Aktion, wie man ganz gut dem unten angehängten PledgeBank-Link entnehmen kann. Ich zitierte auch hier:

“Um dem Problem der Belästigung auf männlich dominierten Konferenzen beizukommen wurden auf der Defcon mit großem Erfolg die sog. Creeper Move Cards eingesetzt.”

Der “große Erfolg” auf der Defcon ist von anderen Teilnehmern als Misserfolg gewertet worden und hat dort ebenfalls nicht funktioniert. Allerdings habe sie grundlegende Dinge richtig gemacht, wie z.B. das Verteilen der Karten pro Sitz, also halbwegs gleichmäßig und auch mit Erklärung anbei.

Smári McCarthy schreibt dazu:

“At DefCon, during the opening event, one card of each kind is put on each seat, making for a relatively small total economy of creeper cards which people could hand out to offensive individuals.[...] 

Only, at DefCon, the Creeper Card market was strictly bounded as a multiple of the number of seats in the main hall, whereas the group that decided to introduce them at 29c3 was unaware of the effects inflation could have on the market mechanism they were choosing to deploy, so they flooded the market with thousands of creeper cards, leading many people to end up with dozens of them to begin with.

Weiter die Begründung von der PledgeBank:

“Dieses Problem [der Belästigung] existiert leider genau so auf deutschen Hackerkonferenzen wie dem Chaos Communication Congress. Um hier ebenfalls rote und gelbe Karten anbieten zu können lege ich 50 Euro in den Topf und bitte euch darum auch was reinzuwerfen.”

Ich behaupte auch, dass das Problem der Belästigung zum Glück bei weitem NICHT GENAUSO auf deutschen Konferenzen existiert, auch wenn ich von einigen Dingen die ernsthaft schlimm waren weiß oder sie gar selbst erleben musste.
Damals haben wir das noch anders gelöst… Das haben mir bisher auch alle bestätigt, die beide Konferenzen kennen. Das beweist natürlich gar nix, aber meine weibliche Intuition glaubt das bisher.

Außerdem gab es endlich Entschuldigungen von mehr oder weniger Beteiligten an der Kauf-Aktion der Karten, danke dafür.

TokyoMEWS schreibt in Ihrem Artikel Why I thought creepermover cards would be a good idea…

“It was not my aim that people would rather hand out cards and walk away instead of talking about what had just happened. My intention was to let people know of your feelings when you’re left speechless. 
You should always prefer to talk about things and give feedback about what you think went wrong and how that could’ve been avoided or what might have been a better way to deal with the situation.”

Ich hoffe nur wir als CCC lernen daraus, dass Ignoranz der Karten uns nicht weiterbringt, wir müssen lernen sowohl mit Karten, Troll-Sexismus und echtem Sexismus umzugehen und das eine vom anderen unterscheiden.

Ich glaube aber, wir sind auf einem guten Weg.

Weiterlesen könnt ihr hier:

Update on Creeper Cards

Bitte lies erst Creeper Cards, damit du weißt worums geht.

Wow! Also soviel haben wir glaube ich noch nie auf dem Congress über Diskriminierung/Gender/Sexismus geredet und geschrieben. Es war schon ein alles überstrahlendes Thema, ohne Frage. Wichtig und richtig :-)

Trotzdem möchte ich noch ein paar Punkte aus meinem letzten Artikel zu den Creeper Cards anmerken, weil sich meine Meinung dazu auch geändert hat:

Die CCC-Orga hat sich vor dem #29c3 schon GEGEN die Creeper Cards entschieden, hat nach dem Eklat am Hacker Jeopardy der Gruppe, die diesen ausgelöst hat, die Meinung gesagt.

Außerdem haben sie das zum Glück nun auch noch einmal deutlich beim Closing Event gemacht, dass sie sich explizit gegen dieses Karten-System entschieden haben und es NICHT vom CCC verteilt wurde sondern von der sogenannten “Flauscheria”…

Sehr passend fand ich auch den Kommentar von Sam Becker, nach eigenen Aussagen eine Autistin, die zum ersten Mal auf dem Congress war, die hier sehr eindrucksvoll ihre Eindrücke schildert:

“Beim Rauchen begegnete mir dann ein Mädchen die sehr interessiert mein Shirt las und mir dann gleich ein Paar Karten in die Hand drückte, zur besseren Verständigung. Eine Grüne für gutes Verhalten: einzusetzen wenn mir einer besonders gut half. Sowie eine Gelbe und eine Rote, wenn das Verhalten meines Gegenübers nicht so prickelnd war. Ich bedankte mich dafür. Mir war aber sofort klar, dass ich nur die Grüne jemals einsetzen würde. Ich fand das Kommunizieren über eine Karte, gerade für mich, keine schlechte Idee.”

Das bestätigt mich also sehr in meiner Theorie, dass Karten für Menschen, die mit direkter sozialer Kommunikation ernsthaft überfordert sind, wirklich eine gute Idee sein können. Aber selbst Sam hat verstanden, dass die gelben und roten nur in Extremfällen eingesetzt werden sollten…

Creeper Cards

Creeper Cards @ 29c3

Bitte hier weiterlesen: Hintergründe zu Creeper Cards

Weiterlesen könnt ihr hier:

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 5.700 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 10 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Creeper Cards

Interessanter Abend, aber fangen wir von vorne an. Es geht um das Thema Sexismus auf dem 29c3. Wie kommt man diesem Problem auf die Spur, wie kann man es lösen? Hier mein ganz persönlicher und garantiert nicht objektiver Eindruck:

Die Vorgeschichte: 
Zu Beginn des 29c3 Congresses wurden unsystematisch alle Creeper Cards an zufällig anwesende Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteit, rote, gelbe und grüne. Es gab aber leider keine Erklärung dazu, bis auf den Text, den diese Karten in Englisch und (leider schlecht übersetzt) auch auf Deutsch enthalten:

Bildschirmfoto 2012-12-29 um 08.57.32http://creepermovecards.de/karten.html

Wer sich damit also mal genauer befasst, kann erkennen, dass rote Karten nach das letzte Mittel sind, um jemanden “wortlos” abzustrafen.

So ist es auch gemeint, laut dem Twitteraccount @CreeperCards soll es “Opfern”, die sich nicht besonders gut ausdrücken, helfen, in Situationen, wo jemand ihre Grenze überschreitet oder sie sogar sexuell belästigt helfen, sich auszudrücken und danach sich von dem “Täter” ohne Erklärung entfernen. Soweit, sogut, eine nette Theorie, dem “Opfer” ist geholfen, der “Täter” darf sich wundern und soll froh sein, nicht ins Gesicht geschlagen worden zu sein….

Hier auch nochmal eine Video-Erklärung von der Erfinderin auf Englisch. Sie nennt in dem Video auch Beispiele, wann sie eine gelbe, wann eine rote Karte gibt: “Show me your tits” ist bei ihr z.B. erstmal eine gelbe Karte:

Außerdem hat der CCC schon im Vorfeld mit weiteren Gender-Vorträgen und Workshops zu dem Thema aufgewartet, extra Speaker dazu besorgt, sich der Ada Initiative zur Verbannung von Sexueller Belästigung als 3. Hackerkonferenz angeschlossen und sich selbst eine deeskalierende Anti-Harassement-Policy gegeben als auch einen Blog-Eintrag zu dem Thema veröffentlicht, die durch eine eigene DECT-Nummer 113 und den Twitter-Handle @29c3ATeam mit sogenannten Konflikthelfern unterstützt wird, die unabhängig von der Creepers Card Aktion geführt wird.

Generell finde ich alle Aktionen soweit gut, nur das Verteilen der Karten sowie die Erklärung dazu fehlte meiner Meinung nach. Leider sind die Creepers Cards nicht besonders ernst genommen worden, da ein Problembewusstsein bei den meisten nicht vorhanden ist. Außerdem wurde schnell zur Aufgabe erklärt, statt keine roten oder gelben Karten zu bekommen, generell so viele Karten wie möglich zu ergattern, da die Karten nicht gleichmäßig verteilt wurden und daher viele Personen keine hatten oder eben ganz viele.

Die Situation vor Ort: 

Beim traditionell beliebten Hacker-Jeopardy geht es darum, möglichst viele Hacker-Antworten auf typische Jeopardy-Antworten zu wissen. Der Spielleiter ist hat hier insbesondere auch Frauen aufgefordert, sich am Quiz zu beteiligen. Dies scheint schon Anstoß gegeben zu haben, dass dies explizit gewünscht wurde. Ich denke, dass es der Gemeinschaft ganz gut tut, wenn auf der Bühne nicht nur Männer mitraten, ganz im Sinne der Diversität, Inklusion und als Role Model für andere Frauen. Aber das ist ein anderes Thema…

Relativ bald danach gab es von der ersten Frau eine rote Creepers Card, mit der Begründung für seine sexistischen Anspielungen. Der Spielleiter nahm sie freundlich und bedankte sich, lachte aber gleichzeitig darüber. Im Laufe des Spieles kamen noch mehr rote und gelbe Karten, die gleichzeitig übergeben wurden. Der Spielleiter war sich keiner “Schuld” bewusst und irritiert, er überspitzte die Situation und machte weitere Anspielungen auf die angebliche Challenge, ja so viele wie möglich zu sammeln.

Eine anwesende Gruppe aus ca. 8 Leuten verließ daraufhin laut protestierend den Raum.

Hier für die Abwesenden das 2 Stunden Video dazu:

Die erste rote Karte gab es um 1:36:20, die zweite um 1:52:50 und noch einige andere um 1:54:50. Danach verließen wohl auch Leute den Saal, weil sie den Sexismus nicht mehr aushielten.

Meine Verbesserungsvorschläge: 

Ich finde, beide Seiten haben sich gegenseitig hochgeschaukelt. Ich denke nicht, dass so ein Creepers-Card-System ohne “vernünftige” Verteilung (z.B. 3 Karten pro Person am Eingang) und  viel wichtiger ANLEITUNG irgendeine Chance hat, verstanden und korrekt benutzt zu werden.

Meiner Meinung nach haben auch die Benutzer der roten Karten beim Jeopardy übertrieben. Z.B. finde ich es übertrieben, sofort eine rote Karte zu geben, wenn derjenige nicht persönlich unter der Gürtellinie wird oder einen tätlich anfasst. Das ist beides nicht passiert. Es wäre auf jeden Fall erstmal eine gelbe Karte angemessener gewesen (siehe Video oben).

Außerdem finde ich es auch schade, dass der Empfänger der Karten keine Chance bekommt, sich ernsthaft zu verbessern. Das System empfiehlt nicht, konstruktive Kritik zu üben, sondern es ist mehr ein “virtuelles Abwatschen” des “Schuldigen”, ohne dass der Schuldige sich ent-schuldigen oder gar Ratschläge erwarten kann. Bildlich gesprochen also eher eine Einbahnstraße fürs Opfer als ein Weg, auf dem sich zwei “erwachsene” Personen begegnen können.

Hier wird großes Potential verspielt. Ich bin tief davon überzeugt, dass sehr viele Empfänger dieser roten/gelben Karten irritiert sind und eine konstruktive Antwort möchten. Wenn man diese ihnen verweigert ist es sehr frustrierend und verwirrend für den “Schuldigen”. Wie sollen sie sich verhalten? Sie können nichts mehr tun und ziehen es dann eben ins Lächerliche, weil sie es nicht nachvollziehen können.

Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Leute, die sich über den Spielleiter aufregen, sich nicht verbal äußern können. Sie haben alle bei der Übergabe der Karten den Grund aufgeführt. Sie haben darüber getwittert und gebloggt. Ich verstehe nicht warum man dazu noch eine Karte dann braucht… Im Sinne der Erfinderin ist es nicht.

Bitte hier weiterlesen: Update on Creeper Cards

Disclaimer: Ich bin selbst Feministin und langjähriges Mitglied im CCC München e.V. und CCC e.V.

Ein paar andere interessante kluge Blogeinträge möchte ich auch nicht unerwähnt lassen:

Lila Wolken

Dreißig Grad, ich kühl meinen Kopf
Am Fensterglas auf dem Zeitlupenknopf
Wir leben immer schneller, feiern zu hart
Wir treffen die Freunde und vergessen unseren Tag
Wollen kein Stress, kein Druck, nehmen zu, nochn Schluck
Vom Gin Tonic, guck in diesen Himmel, wie aus Hollywood
Rot knallt in das Blau, vergoldet deine Stadt
Und über uns ziehen lila Wolken in die Nacht

Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder lila sind
Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder lila sind
bis die Wolken wieder lila sind
Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder lila sind
Guck, da oben steht ein neuer Stern
Kannst du ihn sehen bei unser’m Feuerwerk?

Wir reißen uns von allen Fäden ab
Lass sie schlafen, komm, wir heben ab

Jung und ignorant, stehen auf’m Dach
Teilen die Welt auf und bau’n ein’ Palast
Aus Plänen und Träum’n, jeden Tag neu
Bisschen Geld gegen Probleme, wir nehm’n, was wir woll’n
Woll’n mehr sein, mehr sein als nur ein Moment
Yeah, komm mir nicht mit großen Namen, die du kennst
Wir trinken auf Verlierer, lassen Pappbecher vergolden
Feiern hart, fallen weich auf die lila Wolken

Kannst du auch nich schlafen
Machst du auch kein Auge zu
Lass uns gemeinsam warten
Ich fühl’ mich genau wie du
Wir sehn wie die Sonne aufgeht

Something fishy

Sich nicht festlegen wollen. Aber immer so tun als ob. Komisches Gefühl. Irgendwas stimmt nicht mit ihm. Ich kann nur noch nicht sagen was. Heute hü, morgen hott. Oder schneller. Nicht zu fassen. Glitschig wie ein Fisch. Ich werde mich zurückhalten und ihn weiter beobachten. Aber trauen werde ich ihm erstmal nicht.

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